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Ausgehend von diesen konkreten Beispielen wird dann auch der theoretische Hintergrund des Fokussierens und der Umsetzung des Fokus in die therapeutische Arbeit besprochen. |
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Allgemeines Prinzip: "Fokussieren" ist ein Konzept, das sich primär aus der analytischen Kurztherapie entwickelt ist, das sich aber auch sehr eignet für die Arbeit in längerfristigen tiefenpsychologisch orientierten oder analytischen Behandlungen und Beratungen. Auch andere psychodynamisch oder beziehungsorientierte Behandlungskonzepte können davon profitieren. |
metapsychologischen oder diagnostischen Zustandsbeschreibungen. |
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Mein Ansatz der Erarbeitung eines Fokus stellt
eine Fortentwicklung
der Arbeiten von Balint und Klüwer dar. (siehe
Literaturangaben) "Ich . . . . . . . . . . . . . . , weil . . . . . . . . . . . . . . . . . " Dieser Satz soll eine einfühlende
Hypothese in die
Innenwelt des Patienten sein, er stellt den Versuch |
Er besteht aus 2 Teilen, die in zwei Zentrierungs- schritten erarbeitet werden. Im ersten Teil des Satzes wird ein bewußtes (oder manchmal vorbewußtes) aktuelles Hauptproblem des Patienten oder der Therapie beschrieben und im zweiten Teil geht es um die unbewußten oder vor- bewußten Hintergründe dieses aktuellen Hauptproblems. Wesentlich ist, daß dieses aktuelle Hauptproblem auf drei verschiedenen Ebenen liegen kann. Es kann sein: 1. Ein Symptom (meist nur bei neurotischen Symp- tomen möglich) 2. Ein zentrales Beziehungs- oder Verhaltensmuster (bei Charakterproblemen und bei psycho- somatischen oder psychovegetativen Störungen) 3. Ein Problem mit Motivation, Arbeitsbündnis oder therapeutischer Beziehung. (Für Beispiele verweise ich auf die entsprechenden Kapitel in meinem Buch) |
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Wie ist nun das Verhältnis eines Fokus,
benutzt im
Rahmen einer Kurzpsychotherapie - zu einer psychoanalytischen
Haltung? |
Fokus und
Behandlungskrise Eine ganz
wesentliche hilfreiche Anwendung des Fokussierens besteht darin,
bei Behandlungskrisen, in denen der Therapeut/Analytiker in emotionale
Schwierigkeiten geraten ist, einen Fokus zu erarbeiten. Die
Grundhypothese dabei lautet, dass der Patient den Therapeuten unbewusst
in einen Handlungsdialog hineingezogen hat., um von ihm nicht nur
intellektuell, sondern auch emotional verstanden zu werden und evtl.
auch ein Modell zu erhalten, wie der Therapeut mit den darin sich
ausdrückenden Konkflikten umgeht.
Eine genauere Beschreibung dieser Methode können Sie meiner folgenden Veröffentlichung entnehmen: "Fokussieren als kreative Hilfe bei Behandlungskrisen" PSYCHE 66 (2012), Heft 1 S. 34-60. |
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Was ist die Funktion des
Fokus in
einer Kurzpsychotherapie? |
Der Fokus
ist die Beschreibung
des im Kapitel über "Fokus und Psychoanalyse" geschilderten
"natürlichen
Hauptstroms", also der zentralen, im aktuellen Moment der Therapie
hinter
der Problematik oder Symptomatik des Patienten liegenden,
unbewußten
Motive oder Konflikte.
Dieser Fokus stellt nun für den Therapeuten eine innere Orientierung in seinem Deutungsprozeß dar. "Selektive Deutung" und "selektive Nichtbeachtung" sind die von Balint geprägten technischen Begriffe dafür. Alles, was zu dieser im Fokus verdichteten Thematik gehört, wird gedeutet, alles andere nicht, zumindest nicht in dieser zeitlich begrenzten Therapie. Natürlich muß im Prozeß der Erarbeitung des Fokus gewährleistet sein, daß dieser nicht willkürlich ist, sondern daß er etwas für den Patienten wirklich wesentliches enthält. Dies ist im nächsten Kapitel über die konkreten Schritte der Erarbeitung des Fokus beschrieben. |
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Für das Erlernen des Fokussierens sind die von mir angebotenen "Übungen im Fokussieren" im Rahmen einer Gruppe eine ganz wesentliche Hilfe. Der konkrete Ablauf einer solchen Fallarbeit gliedert sich wie im folgenden beschrieben. 1. Freie Darstellung des Falles wie in einer
beliebigen |
Weitere Hilfen:
Beachten der konkordanten Gegen- übertragung: Hat der Therapeut jetzt ein ähnliches Problem wie der Patient? Beachten der Gruppendynamik: In welche Position kommt der Therapeut in der Gruppe? Welches Gefühl entsteht in der Gruppe? Ähnelt es dem Problem des Therapeuten oder Patienten? 5. Erarbeiten der unbewußten Hintergründe (Zweite Zentrierung) 6. Zusammenfügen der beiden Bereiche zu einer "Sinn-Gestalt" (Parallele zu Märchen/Bildern?) 7. Nach einer ersten Formulierung des Fokalsatzes muß die Reaktion des Therapeuten auf die Fokus- formulierung beachtet werden, für ihn muß sie stimmig sein. Stimmt sie für ihn noch nicht, sollte die Reaktion des Therapeuten im Vergleich mit dem Verhalten des Patienten betrachtet und evtl. in eine Umformu- lierung einbezogen werden.. 8. Durchphantasieren einiger "Variationen des Themas" für den Verlauf der Therapie. Durch meine Auffassung des Fokus als eines
Fokalsatzes
mit einer klar erkennbaren "Gestalt", der als das Ergebnis einer
"Zentrierung
in zwei Schritten" erarbeitet wird, ist das Kriterium der
"Fokalisierbarkeit"
hinfällig. Für jede Behandlung, jede Krise ist es
möglich
, einen Fokus zu erarbeiten, der unterschiedlich weit gefasst sein kann
und damit auch unterschiedlich weit trägt. Näheres dazu in den entsprechenden Kapiteln meines Buches oder in der Arbeit über die Indikation (1998) |
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Voraussetzung zur Teilnahme ist entweder die frühere
Teilnahme an einem einführenden Theorie-Seminar Rudolf Lachauer Pfeiffer bei Klett-Cotta 3. deutlich überarbeitete Auflage 2004 Ohne diese Vorbereitung bleibt sicher manches mißverständlich. Hier
finden Sie als pdf-Datei eine zusammenfassende Arbeit |
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Das Seminar am 23. Juni
ist bereits belegt.
Interessenten können sich anmelden unter: rud.rei.la(at)t-online.de
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Das Seminar findet an einem Samstag statt und zwar mit folgender Zeiteinteilung: 900 - 10 30 1100 - 12 30 und 14 00 - 1530 16 00 - 1730
In den halbstündigen Pausen gibt es
Erfrischungen
und vor allem |
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Interessenten können sich auf einem der folgenden Wege anmelden: Postanschrift: Dr. Rudolf
Lachauer Fax-Nummer: 08051/2663 Telefon: 08051/2649 rud.rei.la(at)t-online.de
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Die Anmeldung sollte spätestens einen Monat vor dem Seminartermin bei mir eintreffen, damit ich die Zahl der Teilnehmer absehen und die entsprechenden Zusagen versenden kann oder damit sonstige Planungen noch möglich sind. Die Kosten betragen 160.- EUR, Der Betrag kann überwiesen werden auf mein Eine frühzeitige Überweisung sichert die Reservierung eines Teilnahmeplatzes. |
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U-4 und U5 bis Schwanthaler Höhe oder S-Bahn bis Hackerbrücke |
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Literatur-Hinweise
Die folgende Literatur baut auf den Grundlagen der Balint'schen Fokaltherapie auf. Balint M. Ornstein P.H. Balint E. (1973): Fokaltherapie -
Suhrkamp Verlag Hier
finden Sie als pdf-Datei eine zusammenfassende Arbeit |
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Inhaltsverzeichnis Vorwort 1. Der Fokus 1.1. Der Fokus - ein allgemeines Prinzip? 1.2. Verschiedene Definitionen des Fokus 1.3. Funktionen des Fokus 1.4. Der "Fokalsatz" als technisches Hilfsmittel 1.5. Vergleich von Fokusformulierungen 2. Die Erarbeitung des Fokalsatzes 2.1. Die Fokalgruppe 2.2. Freie Darstellung in der Gruppe 2.3. Strukturierende Arbeit in der Gruppe 2.4. Diskussion nach der Darstellung |
2.5. "1.
Zentrierung" -
Aktuelles Hauptproblem 2.6. "2. Zentrierung" - Zentrale unbewußte Dynamik 2.7. Zusammenfassung zu einer "Gestalt" 2.8. Einbeziehen des Therapeuten 2.9. Durchphantasieren einige "Variationen des Themas" 2.10. Lernprozeß in der Gruppe 2.11. Der "schwierige Fokus" 2.12 Formale Auswertung der Fokalsätze 3. Der Fokus in der therapeutischen Situation 3.1. Therapeutische Haltung 3.2. Indikationen für eine analytische Kurztherapie 3.3. Die Umsetzung des Fokus in die Therapie 3.3.1. Motivation und therapeutische Beziehung 3.3.2. Die Übertragung in zwei Formen 3.3.3. Zeit und Begranzung 3.3.4. Andere Modelle des therapeutischen Prozesses 3.3.5. Der Fokus als Thema mit Variationen 3.4. Der Fokus im stationären Bereich 3.5. Fokus und tiefenpsychol. fund. Psychotherapie 3.6. Fokus und Psychoanalyse 3.7. Der Fokus in Krisenintervention und Beratung 3.8. Andere Anwendungen des Fokus 3.8.1. Der Fokus in der Paartherapie 3.8.2. Der Fokus ind er Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen 3.8.3. Fokus und Familientherapie 3.8.4. Fokus und Gruppentherapie 4. Fokus und Supervision 4.1. Supervision einer Kurztherapie 4.2. Fokale Supervision 5. Zusammenfassung 6. Anhang 7. Literatur |
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Auf Anfrage halte ich die dargestellten
"Übungen
im Fokussieren" auch
Kontaktadresse: Dr. Rudolf Lachauer rud.rei.la(at)t-online.de |
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Zur
Person
Dr. med. Rudolf Lachauer
Ab 1988 Tätigkeit in freier analytischer Praxis in Prien/Chiemsee Lehranalytiker und Supervisor (LÄK Bayern, DGPT, DPG) Supervision von psychotherapeutischen Einrichtungen, Beratungsstellen und Kliniken. Überregional Vorträge und Seminare zum Thema "Fokaltherapie" und "Übungen im Fokussieren". |
1. Lachauer
R. (1982):
Motivation und Arbeitsbündnis in der |
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