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Ausgehend von diesen konkreten Beispielen wird dann auch der theoretische Hintergrund des Fokussierens und der Umsetzung des Fokus in die therapeutische Arbeit besprochen. |
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Allgemeines Prinzip: "Fokussieren" ist ein Konzept, das sich primär aus der analytischen Kurztherapie entwickelt ist, das sich aber auch sehr eignet für die Arbeit in längerfristigen tiefenpsychologisch orientierten oder analytischen Behandlungen und Beratungen. Auch andere psychodynamisch oder beziehungsorientierte Behandlungskonzepte können davon profitieren. |
metapsychologischen oder diagnostischen Zustandsbeschreibungen. |
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Mein Ansatz der Erarbeitung eines Fokus stellt eine Fortentwicklung
der Arbeiten von Balint und Klüwer dar. (siehe
Literaturangaben)
"Ich . . . . . . . . . . . . . . , weil . . . . . . . . . . . . . . . . . " Dieser Satz soll eine einfühlende Hypothese in die
Innenwelt des Patienten sein, er stellt den Versuch
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Er besteht aus 2 Teilen, die in zwei Zentrierungs- schritten erarbeitet werden. Im ersten Teil des Satzes wird ein bewußtes (oder manchmal vorbewußtes) aktuelles Hauptproblem des Patienten oder der Therapie beschrieben und im zweiten Teil geht es um die unbewußten oder vor- bewußten Hintergründe dieses aktuellen Hauptproblems. Wesentlich ist, daß dieses aktuelle Hauptproblem auf drei verschiedenen Ebenen liegen kann. Es kann sein: 1. Ein Symptom (meist nur bei neurotischen Symp- tomen möglich) 2. Ein zentrales Beziehungs- oder Verhaltensmuster (bei Charakterproblemen und bei psycho- somatischen oder psychovegetativen Störungen) 3. Ein Problem mit Motivation, Arbeitsbündnis oder therapeutischer Beziehung. (Für Beispiele verweise ich auf die entsprechenden Kapitel in meinem Buch) |
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Wie ist nun das Verhältnis eines Fokus, benutzt im
Rahmen einer Kurzpsychotherapie - zu einer psychoanalytischen Haltung?
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Die Rolle des
Patienten als Vater und Mann vor dem Hintergrund seiner Beziehung zu seinem
eigenen Vater? Seine innere Position zu seiner Frau, die ihn in ihrer Haltung
vielleicht an seine Mutter erinnert? Oder seine innere Identifikation mit
den Kindern, die eigene Probleme mit seinen Eltern in ihm berühren?
Oder vielleicht seine Werte und Normen, seinen Umgang damit?
Es wird deutlich, der Therapeut muß auswählen aus den vielfältigen Bedeutungen, die hinter jeder der Äußerungen des Patienten stehen können. Er kann gar nicht anders. Das ist allerdings ein Problem, das in einer langen Therapie nicht besonders ins Gewicht fällt, weil sich ja im Laufe der Zeit aus den verschie- denen Aspekten, die man als Therapeut nacheinander oder durcheinander herausgreifen kann, allmählich ein Mosaik der Zusammenhänge herausarbeiten läßt. Es wird deutlich, daß im Grunde gar kein Unterschied besteht zwischen dem Vorgehen in einer Analyse und dem in einer fokalen Kurztherapie außer der Tatsache, daß die Entscheidung, welche Themen für die Deu- tungen ausgewählt werden, ganz bewußt gefällt wird, nämlich im Prozeß der Erarbeitung des Fokus. Der Fokus ist die Beschreibung des oben geschilderten "natürlichen Hauptstroms", also der zentralen, im aktuellen Moment der Therapie hinter der Problematik oder Symptomatik des Patienten liegenden, unbe- wußten Motive oder Konflikte. |
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Was ist die Funktion des Fokus in
einer Kurzpsychotherapie?
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Der Fokus ist die Beschreibung
des im Kapitel über "Fokus und Psychoanalyse" geschilderten "natürlichen
Hauptstroms", also der zentralen, im aktuellen Moment der Therapie hinter
der Problematik oder Symptomatik des Patienten liegenden, unbewußten
Motive oder Konflikte.
Dieser Fokus stellt nun für den Therapeuten eine innere Orientierung in seinem Deutungsprozeß dar. "Selektive Deutung" und "selektive Nichtbeachtung" sind die von Balint geprägten technischen Begriffe dafür. Alles, was zu dieser im Fokus verdichteten Thematik gehört, wird gedeutet, alles andere nicht, zumindest nicht in dieser zeitlich begrenzten Therapie. Natürlich muß im Prozeß der Erarbeitung des Fokus gewährleistet sein, daß dieser nicht willkürlich ist, sondern daß er etwas für den Patienten wirklich wesentliches enthält. Dies ist im nächsten Kapitel über die konkreten Schritte der Erarbeitung des Fokus beschrieben. |
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Für das Erlernen des Fokussierens sind die von mir angebotenen "Übungen im Fokussieren" im Rahmen einer Gruppe eine ganz wesentliche Hilfe. Der konkrete Ablauf einer solchen Fallarbeit gliedert sich wie im folgenden beschrieben. 1. Freie Darstellung des Falles wie in einer beliebigen
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Weitere Hilfen:
Beachten der konkordanten Gegen-
übertragung: Hat der Therapeut jetzt ein ähnliches Problem wie der Patient? Beachten der Gruppendynamik: In welche Position kommt der Therapeut in der Gruppe? Welches Gefühl entsteht in der Gruppe? Ähnelt es dem Problem des Therapeuten oder Patienten? 5. Erarbeiten der unbewußten Hintergründe (Zweite Zentrierung) 6. Zusammenfügen der beiden Bereiche zu einer "Sinn-Gestalt" (Parallele zu Märchen/Bildern?) 7. Nach einer ersten Formulierung des Fokalsatzes muß die Reaktion des Therapeuten auf die Fokus- formulierung beachtet werden, für ihn muß sie stimmig sein. Stimmt sie für ihn noch nicht, sollte die Reaktion des Therapeuten im Vergleich mit dem Verhalten des Patienten betrachtet und evtl. in eine Umformu- lierung einbezogen werden.. 8. Durchphantasieren einiger "Variationen des Themas" für den Verlauf der Therapie. Durch meine Auffassung des Fokus als eines Fokalsatzes
mit einer klar erkennbaren "Gestalt", der als das Ergebnis einer "Zentrierung
in zwei Schritten" erarbeitet wird, ist das Kriterium der "Fokalisierbarkeit"
hinfällig. Für jede Behandlung, jede Krise ist es möglich
, einen Fokus zu erarbeiten, der unterschiedlich weit gefasst sein kann
und damit auch unterschiedlich weit trägt.
Näheres dazu in den entsprechenden Kapiteln meines Buches oder in der Arbeit über die Indikation (1998) |
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Voraussetzung zur Teilnahme ist entweder die frühere
Teilnahme an einem einführenden Theorie-Seminar
Rudolf Lachauer Pfeiffer bei Klett-Cotta 3. deutlich überarbeitete Auflage 2004 Ohne diese Vorbereitung bleibt sicher manches mißverständlich. |
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Ein nächster Termin in Prien
Interessenten können sich anmelden unter:
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Das Seminar findet nur noch am Samstag statt und zwar mit folgender Zeiteinteilung: 900 - 10 30 1100 - 12 30 und 14 30 - 1600 16 30 - 1800
In den halbstündigen Pausen gibt es Erfrischungen
und vor allem
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Interessenten können sich auf einem der folgenden Wege anmelden: Postanschrift: Dr. Rudolf Lachauer
Fax-Nummer: 08051/2663 Telefon: 08051/2649
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Die Anmeldung sollte spätestens einen Monat vor dem Seminartermin bei mir eintreffen, damit ich die Zahl der Teilnehmer absehen und die entsprechenden Zusagen versenden kann oder damit sonstige Planungen noch möglich sind. Die Kosten betragen 160.- EUR, wobei nur noch 8 bis maximal 10 Kollegen teilnehmen können. Der Betrag kann überwiesen werden auf mein
Eine frühzeitige Überweisung sichert die Reservierung eines Teilnahmeplatzes. |
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Für die Buchung einer Unterkunft können Sie sich auf der Internet-Präsenz des Marktes Prien informieren. Benutzen Sie dafür diesen Link: |
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Literatur-Hinweise
Die folgende Literatur baut auf den Grundlagen der Balint'schen Fokaltherapie auf. Balint M. Ornstein P.H. Balint E. (1973): Fokaltherapie - Suhrkamp Verlag
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Inhaltsverzeichnis Vorwort 1. Der Fokus 1.1. Der Fokus - ein allgemeines Prinzip? 1.2. Verschiedene Definitionen des Fokus 1.3. Funktionen des Fokus 1.4. Der "Fokalsatz" als technisches Hilfsmittel 1.5. Vergleich von Fokusformulierungen 2. Die Erarbeitung des Fokalsatzes 2.1. Die Fokalgruppe 2.2. Freie Darstellung in der Gruppe 2.3. Strukturierende Arbeit in der Gruppe 2.4. Diskussion nach der Darstellung |
2.5. "1. Zentrierung" -
Aktuelles Hauptproblem
2.6. "2. Zentrierung" - Zentrale unbewußte Dynamik 2.7. Zusammenfassung zu einer "Gestalt" 2.8. Einbeziehen des Therapeuten 2.9. Durchphantasieren einige "Variationen des Themas" 2.10. Lernprozeß in der Gruppe 2.11. Der "schwierige Fokus" 2.12 Formale Auswertung der Fokalsätze 3. Der Fokus in der therapeutischen Situation 3.1. Therapeutische Haltung 3.2. Indikationen für eine analytische Kurztherapie 3.3. Die Umsetzung des Fokus in die Therapie 3.3.1. Motivation und therapeutische Beziehung 3.3.2. Die Übertragung in zwei Formen 3.3.3. Zeit und Begranzung 3.3.4. Andere Modelle des therapeutischen Prozesses 3.3.5. Der Fokus als Thema mit Variationen 3.4. Der Fokus im stationären Bereich 3.5. Fokus und tiefenpsychol. fund. Psychotherapie 3.6. Fokus und Psychoanalyse 3.7. Der Fokus in Krisenintervention und Beratung 3.8. Andere Anwendungen des Fokus 3.8.1. Der Fokus in der Paartherapie 3.8.2. Der Fokus ind er Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen 3.8.3. Fokus und Familientherapie 3.8.4. Fokus und Gruppentherapie 4. Fokus und Supervision 4.1. Supervision einer Kurztherapie 4.2. Fokale Supervision 5. Zusammenfassung 6. Anhang 7. Literatur |
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Auf Anfrage halte ich die dargestellten "Übungen
im Fokussieren" auch
Kontaktadresse: Dr. Rudolf Lachauer
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Zur Person
Dr. med. Rudolf Lachauer
Ab 1988 Tätigkeit in freier analytischer Praxis in Prien/Chiemsee Lehr- und Kontrollanalytiker (LÄK Bayern, DGPT) Supervision von psychotherapeutischen Einrichtungen, Beratungsstellen und Kliniken. Überregional Vorträge und Seminare zum Thema "Fokaltherapie" und "Übungen im Fokussieren". |
1. Lachauer R. (1982):
Motivation und Arbeitsbündnis in der
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